Überschrift Informationen zu meinen Objekten
Ich fertige ausschließlich freie, künstlerische Objekte aus Steinzeug und Porzellanmassen.
Die Formen meiner Objekte erinnern beim ersten Betrachten an Dinge aus der Natur, wie z.B. Knochen, Pilze, Früchte, Meeres- und Mikrolebewesen; sie basieren oft auf "Platonischen Körpern", z.B. Dodekaeder (12-Flächner) und Ikosaeder (20-Flächner), einer Kugel einbeschrieben.
Oft kontrastiert eine einfache, kugelähnliche Gesamtform mit einem komplizierten "Innenleben" oder mit filigranhaft fein durchbrochenen Oberflächen.
Manche meiner Objekte sind in langwierigen, sehr zeitaufwändigen Arbeitsgängen 2- oder sogar 3-sphärig ineinander gebaut, durchstossen oder durchdringen sich gegenseitig, sozusagen "Innen ist außen, außen ist innen" und erinnern in ihrer Fragilität an Radiolarien.
Es entstehen auch Objekte, bei denen um ein fertig gebranntes, meist stark skelettiertes Porzellanteil als "Kern" ein Steinzeugteil als "Hülle" herumgebaut wird, das fertige Objekt also insgesamt 4 Brände hinter sich hat.
Dabei intressiert mich der gegensätzlich deutbare Kontrast zwischen dem fragilen oder aber aggressiv wirkenden Porzellanteil und dem schwer und massiv wirkenden Steinzeug.
Ich verwende verschieden stark schamottierte Massen; sie bieten einerseits die Möglichkeit, papierdünne Lamellen herzustellen oder aber andererseits die Oberflächen aufzurauen und so das Objekt in seinen haptischen Qualitäten zu steigern.
Die Leichtigkeit mancher Porzellanobjekte - bedingt durch exreme Dünnwändigkeit - überrascht beim In-die-Hand-nehmen.
Ich verwende Metalloxide und -salze zum Färben und Einreiben, Sinterengoben und matte oder glänzende, meist helle Glasuren und brenne meine Arbeiten bei 1230° oxidierend, manchmal auch als Kapselbrand schmauchend im Elektroofen.